WORK IN PROGRESS (die hier gezeigten Bilder stellen Prototypen dar)

32 (die Zahl bezieht sich auf die 32 Elektroden die während eines EEG Experiments Messungen der Gehirnsträme aufzeichnen) Glaswürfel, die Eiswürfel darstellen, jeder auf der Unterseite mit einer handgefertigten Zeichnung bedruckt. Jede der Zeichnungen folgen demselben Herstellungsprinzip und sind aus sich wiederholenden Punkten aufgebaut. Diese Punkte verweisen gleichzeitig auf die Struktur wissenschaftlicher Experimente, die sich durch Wiederholung auszeichnen, sowie auf Datenpunkte, Viren und Information als solche.

Die 32 Würfel werden in einem 4×8-Raster angeordnet. Jeder Würfel lässt sich mit jedem anderen verbinden, doch jede Anordnung erzeugt ein neues Gesamtbild. Das Werk bezieht sich auf Gilles Deleuzes Konzept der Differenz und Wiederholung: Wiederholung erzeugt nicht das Gleiche, sondern Differenz. Durch minimale Veränderungen wie Würfel die entnommen und neu platziert werden genügen, um von einem Bild zum nächsten zu gelangen. Als Inspiration dient hier die Virom-zentrierte Evolutionstheorie, welche sagt, dass Viren nicht nur passive Krankheitserreger, sondern aktive Treiber der biologischen Evolution sind, indem sie durch horizontalen Gentransfer, die Entstehung neuer genetischer Strukturen und den ständigen Austausch von Erbmaterial zwischen Organismen und Virussphäre maßgeblich zur Diversität und Weiterentwicklung des Lebens beigetragen haben und weiterhin beitragen.

Mit 32 Würfeln sind 32! Kombinationen möglich, das sind

263.130.836.933.693.517.766.352.317.727.113.216 Gesamtbilder.

Eine Zahl mit 36 Stellen. Mehr als Sandkörner auf der Erde. Mehr als ein Menschenleben zum Betrachten ausreicht. Bezieht man die Möglichkeit mit ein, jeden Würfel zu drehen, übersteigt die Zahl der möglichen Anordnungen die geschätzte Anzahl der Atome im Universum. Ausgehend von 32 Eiswürfeln entsteht eine potenziell unendliche Transformation.